Aktuelles von der Initative

30.03.2021
Für uns ist es ethisch nicht richtig die männlichen Küken zu töten, weil sie langsamer wachsen, mehr Futter verbrauchen und weniger Fleisch ansetzen, wie ihre Kollegen aus Mastbetrieben. Daher haben wir uns für eine Umstellung unserer Höfe engagiert.

Die Einstallung erfolgt nur noch mit Tieren aus der Aufzucht mit männlichen Küken - #ohnekükentöten. Die Hahnenaufzucht wurde somit ein fester Bestandteil für all unsere Betriebe der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft.

18.03.2021
Im Auftrag der Verbraucherzentrale wurde eine Umfrage durchgeführt, dass die Mehrheit das Kükentöten ablehnt. Die Verbraucher wollen dies zudem deutlich erkennen.

Nur zwei der geprüften Label wurden mit 71 % bzw. 68 % richtig eingeordnet - Darunter war auch unser Label der "Huhn&Hahn Initiative". Die Kennzeichnung wurde hier als eindeutig empfunden.

Mehr Infos zur Umfrage der Verbraucherzentrale >

09.09.20
Landwirte der Huhn & Hahn Initiative Baden-Württemberg begrüßen das Ende des Kükentötens 

Pressemitteilung als PDF >

WER HUHN SAGT, MUSS AUCH HAHN SAGEN …

… und wer seine Hühner Eier legen lässt, darf die männlichen Küken aus der Legelinie nicht vergessen.

Das ist die Überzeugung der Landwirte der Huhn & Hahn Initiative der 08er-Gruppe „Die Eier-Höfe aus Baden-Württemberg“ und gleichgesinnter Bio-Landwirte aus Bayern. Gemeinsam mit unseren Kunden ist es uns gelungen, diesen großen Schritt hin zu einer besseren Tierhaltung zu gehen. Hierfür an dieser Stelle ein großes DANKESCHÖN.
 

DER BLICK ZURÜCK

Die Geschichte der modernen Hühnerhaltung

Die Historie der Trennung von Legehennen und Mastgeflügel reicht zurück bis ins Deutschland der Nachkriegsjahre. Die Menschen hatten Hunger gelitten, die Politik wollte im aufkeimenden Wirtschafts wunder dafür sorgen, dass ausreichend günstige Lebens mittel zur Verfügung stehen. Der Auftrag der Gesellschaft und der Politik an die Landwirtschaft war damals, produktiver und damit günstiger zu werden, damit die Bevölkerung mehr Geld zur Verfügung hat, um Konsumgüter zu erwerben.

Konsequenzen

Aber was war die Folge daraus? Die Landwirtschaft reagierte darauf mit verschiedenen Lösungsansätzen. Zum einen über die Spezialisierung und zum anderen über die Zucht. Bei der Zucht wurden Tiere gezielt  gekreuzt, um die jeweils besten Eigenschaften hervorzuheben bzw. die „weniger nützlichen“ Faktoren zu minimieren. Dadurch kam es zu einer Trennung der ursprünglichen Zweinutzungshühner, bei der die Hennen die Eier legten und die Hähne das Fleisch lieferten.

Geteilte Leistung hoch 2

Deshalb gibt es heute Hühnerrassen, die sich für die Fleischproduktion eignen, die sogenannten Masthühner. Und es gibt Hühnerrassen mit Hennen, die fleißig Eier legen, die sogenannten Legehennen. Diese Rassen unterscheiden sich erheblich im Körperbau: Die Hähne aus der Legelinie setzen kaum Fleisch an und brauchen zum Großwerden fast dreimal so lange wie die heutigen Masthühner. Dies macht die Aufzucht der Hähne aus der Legehennen-Haltung unwirtschaftlich.

Traurige Folgen

Bei den Legehennen werden die Hähne seit den 50er Jahren nach dem Schlüpfen aussortiert. Dies wird bis heute bei allen Haltungsformen so gehandhabt: Bio, Boden- und Freilandhaltung.

#ohnekükentöten

Aufzucht der männlichen Küken in der Legehennenhaltung

Für uns ist es ethisch nicht richtig die männlichen Küken in der Legehennenhaltung zu töten, nur weil sie langsamer wachsen, mehr Futter verbrauchen oder einfach weniger Fleisch ansetzen.

Unsere Vision ist es, die Hähne aufzuziehen. Um dies zu erreichen, benötigt es jedoch der Anstrengung aller Beteiligten in der Wertschöpfungskette - angefangen beim Landwirt, über die Schlachterei und die Verarbeiter bis zum Handel.

Der wichtigste Faktor ist jedoch der Endverbraucher. Denn nur wenn Sie, unsere Kunden, auch die Produkte  der "Huhn und Hahn Initiative" wie z.B. Eier, Maultaschen, Würstchen und Brathühnchen kaufen, haben wir gemeinsam eine Chance diese Vision zu verwirklichen.  

Dabei unterstützen Sie nicht nur unseren nachhaltigen Ansatz, sondern profitieren von einem intensiveren Geschmack und magerem gesunden Fleisch. Unsere Hähne sind nicht vergleichbar mit normalen Masthähnchen. Sie sind sehr sportliche, lustige Tiere, die keine Lust zum schnellen Wachstum haben. Sie werden in der Regel ähnlich alt wie ein Biohähnchen, ca. 12. Wochen. Und das alles ohne Antibiotika.

NICHT WEISS, SONDERN CREMEFARBEN

Wir entschieden uns beim Projektstart für die Rassen „Sandy“ und „Isabelle“. Da sie cremefarbene Eier legen, hatte dies für den Verbraucher den Vorteil, dass die Eier der Huhn & Hahn Initiative sofort erkannt wurden.

Da wir nun über die Projektphase hinaus sind, finden Sie nun jedoch auch braune und weiße Eier in den Huhn & Hahn Packungen.

SIE WOLLEN ETWAS BEWEGEN?

Gerne dürfen Sie uns unterstützen!

Wir haben uns entschieden männliche Küken in der Legehennen-Haltung nach dem Schlüpfen die Aufzucht zu ermöglichen. Ob dieser wichtige Schritt für eine bessere Tierhaltung ein Erfolg wird, hängt auch von Ihnen ab. Je mehr Menschen sich für unsere Produkte und somit für die Huhn & Hahn Initiative entscheiden, desto mehr Küken können wir großziehen.

Die Aufzucht der Hähne aus der Legehennen-Haltung setzt voraus, dass das fettarme, geschmackvolle Fleisch eine sinnvolle Verwendung erfährt. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen die Huhn & Hahn Produkte empfehlen. Achten Sie beim Kauf auf den roten Streifen auf der Packung, dadurch unterstützen Sie die Huhn & Hahn Initiative!

Die Huhn & Hahn Produkte

Das leckere Fleisch der Hähne finden Sie in der Zapf-Hof Maultasche und Bürger Maultasche mit dem Huhn und Hahn Logo.

Die Eier bekommen Sie unter unserer Marke Zapf-Hof als Boden-, Freiland- und Bio-Eier.

Weitere Infos:  www.huhn-hahn.de   |   www.eierhöfe.de